Die 10 Körper im Kundalini Yoga - was sie über deine Energie verraten
- Kate Bono

- 8. Feb.
- 6 Min. Lesezeit

Wir haben mehr als einen Körper? Keine Sorge - du musst jetzt nicht nachzählen, ob du noch alle vorrätig hast oder ob irgendwo einer verloren ging.
Die 10 Körper, die wir im Kundalini Yoga in den Fokus nehmen, beschreiben unterschiedliche Ebenen unseres Seins: körperlich, mental, energetisch und seelisch.
Es heißt, wenn wir an oder in unserem physischen Körper eine Krankheit bemerken, liegt das daran, dass wir nicht auf einen der anderen Körper gehört oder geachtet haben.
Lass uns das ganz easy angehen, du wirst sehen, dass das gar nicht so schwer ist.
(1) Der Seelen-Körper – dein Plan fürs Leben
Die Essenz deines Seins, der göttliche Funke – die Seele ist der eigentliche Fahrer in deinem Leben. Sie kam mit einem Auftrag oder mit einem Plan hierher. Ihr Ziel ist es, sich zu verwirklichen mit all ihrem Sein. Nicht immer passt dies zu den Vorstellungen unseren Egos – oft beginnt hier ein Kampf zwischen dem was wir wollen und was unser Seelen-Weg ist. Das Ego beschreibe ich in Soulmonkey (Blogbeitrag) – er schnappt sich gerne das Lenkrad und steuert ins Chaos. Die Seele kann uns genau da hinausbringen, wenn wir uns dem hingeben was sein soll (soul), nicht was unser Ego will.
Die drei Minds – die Drei Teile des Verstandes
(2) Der negative Geist – dein innerer Bodyguard
Er meint es gut. Wirklich. Er scannt permanent: Ist das sicher? Könnte das schiefgehen? Kann ich dem Menschen vertrauen?
Ohne ihn würdest du bei Rot über die Straße laufen oder auf die heiße Herdplatte fassen.
Wenn er dauerhaft das Steuer übernimmt, wird aus dieser Vorsicht Angst. Er will dich beschützen. Doch wenn er zu heiß läuft, kann er sehr fies werden und uns an wichtigen Erfahrungen hindern.
Kann sein, dass er durch negative Erfahrungen in deinem Leben so sensibel ist, dass er immer davon ausgeht, dass alles schief geht, dass die Welt böse ist und du selbst vielleicht sogar ein Niemand bist.
(3) Der positive Mind – dein innerer Motivationscoach
Er sieht Chancen, Möglichkeiten und das Gute in allem. Er sagt: „Na los, probier´s doch mal!“ Er spornt dich an, mutig zu sein und sieht die Erfahrung und das Abenteuer als vordergründig. „Ach komm, was soll schon passieren?“
Doch er ist wie ein kleines Kind, wenn er nicht gelernt hat, dass man aus Fehlern lernen sollte. Dass man auf den großen negativen Bruder durchaus einmal hören sollte. Doch wenn wir dem positiven Mind das Steuer übergeben, wird er allem und jedem vertrauen. Selbst dem als Postboten verkleideten Verbrecher, der nach Geld fragt. Er wird es ihm geben. Und wenn er dann versteht, dass er betrogen wurde, bricht die Welt zusammen. Da er keinerlei Boshaftigkeit in sich trägt, wird er es nicht nachvollziehen können. Und er gibt dem großen Bruder damit Futter, noch extremer durchzugreifen.
Der positive Mind wird durch schlechte Erfahrung nicht besser, sondern schwächer. Es ist der innere Kampf dieser beiden Geister, der dem von Geschwistern ähnelt. Der Stärkere gewinnt.
(4) Der neutrale Mind – die Stimme der Weisheit
Er hört zu. Er wägt ab. Er beobachtet. Er ist der Erwachsene im Raum. Es ist wie die Mutter, die ihre beiden Kinder beobachtet. Und wie der Vater, der tief Luft holt, bevor er eine Entscheidung trifft.
Wenn er stark ist, triffst du klare Entscheidungen ohne Drama.
(5) Der physische Körper – dein Zuhause
Der ist der Körper, den du im Spiegel siehst. Der eine Wunde bekommt, wenn du dich schneidest. Der einen blauen Fleck bekommt, wenn du dich stößt. Er meldet sich mit Hunger, Müdigkeit, Verspannung oder Lust auf Bewegung.
Wenn er ignoriert wird, wird er laut. Sehr laut.
Für uns der am einfachsten zu erkennende Körper, da wir ihn sehen, wirklich fühlen und anfassen können.
Wenn er blockiert, zeigt er es mit Krankheiten und beschwert sich.
„Ich will nicht mehr nur funktionieren. Ich will gesehen werden.“
(6) Die Bogenlinie – dein innerer Kompass
Sie spannt sich wie ein Bogen von Ohrläppchen zu Ohrläppchen.
Du hast das schon einmal gesehen. Ganz sicher. Auf den Heiligenbildern in Kirchen und auf Gemälden. Man stellt die Menschen und Engel mit einem Heiligenschein dar. Ich glaube, dass wir alle früher diesen sichtbaren Schein der Bogenlinie hatten, dass er nur sein Leuchten verloren hat. Oder wir die Fähigkeit es zu sehen.
Die Bogenlinie steht für Integrität – wenn sie schwach ist, zweifelst du ständig an dir selbst. Ist sie stark, ist auch deine Intuition stark.
Diese Bogenlinie von Ohr zu Ohr haben sowohl Männer als auch Frauen. Die Yogis sprechen allerdings noch von einer weiteren Bogenlinie, die nur die Frauen haben: die Bogenlinie von Brustwarze zu Brustwarze.
Ja, du hast richtig gehört – klingt etwas amüsant, aber wenn man davon ausgeht, dass das Baby (von Mutter Natur vorgesehen) gestillt wird und bis zum dritten Lebensjahr noch keine eigene Bogenlinie hat, ist es dort sehr gut aufgehoben. In diesem besonderen Schutz.
(7) Der Aura-Körper – dein persönlicher (Schutz-)Raum
Die Aura kennt fast jeder oder hat zumindest schon einmal davon gehört. Es gibt viele Bücher darüber und viele Lehren. Sie ist dein Schutzfeld und kann bis zu drei Meter weit werden. Es ist ein energetisches Feld, das den Menschen umgibt.
Wenn die Aura schwach ist, fühlst du dich vielleicht schnell ausgelaugt oder bist leicht angreifbar, weil du alles und jeden „reinlässt“. Du lässt dann vielleicht alles „zu nah an dich ran“. Manchmal sagt man auch, dass sich Energien an die Aura angeheftet haben und das negative Auswirkungen auf Gesundheit und Befinden haben kann.
(8) Der Prana-Körper – deine Lebensenergie
Prana ist das, was wir an Lebensenergie in uns tragen und durch Essen, Atem, Luft und Energie um uns herum aufnehmen können. Im Kundalini Yoga machen wir das durch bewusstes Atmen.
Richtiges Atmen geht bis tief ins Becken hinein – wie der Name schon sagt, ist dieses Becken wie ein Schale, in dem sich unsere Lebensenergie sammelt. Wenn wir nicht genug Prana aufnehmen, also z.B. tief genug atmen, wird unsere Lebensenergie schwach und damit unser Pranakörper.
Also atmen, atmen, atmen. Nicht in den Brustkorb, sondern in den Bauch.
(9) Der Subtil-Körper – dein Gespür für Timing
Er weiß genau, wann etwas dran ist. Nicht ob, sondern wann.
Wenn du immer zu früh oder zu spät bist – innerlich wie äußerlich, dann ist dein Subtil-Körper nicht richtig online. Nicht richtig mit dem universellen Timing verbunden.
Ich habe einmal gelernt, dass der Subtilkörper eine Art Festplatte ist, die alles speichert – aus allen Zeiten, Räumen und Dimensionen. Aus vergangenen und aus dem jetzigen Leben. Es ist eine Art Speichermedium und wenn wir dieses Leben verlassen, werden alle Körper gelöscht, bis auf den Subtilkörper und die Seele, die ebenfalls im Subtilkörper verankert sein soll. Der Seelenkörper ist sozusagen an den Subtilkörper angebunden.
(10) Der Strahlen-Körper – dein Charisma
Du kennst das: jemand betritt den Raum und man sieht diesen Menschen einfach. Er strahlt. Er hat Ausstrahlung. Er wirkt. Er ist präsent. Das ist Charisma.
Genauso kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn der Strahlenkörper schwach ist. Menschen, die niemand wahrnimmt. Denen keiner zuhört, die nicht gesehen werden.
Damit meine ich nicht, dass du beim Einkaufen vor einem Regal stehst und dann jemand anderes kommt, sich vor dich drängt und stehen bleibt. Als hätte er dich nicht gesehen. Das ist kein mangelnder Strahlenkörper bei dir, sondern fehlende Aufmerksamkeit beim anderen. Vielleicht auch einfach ignorante Frechheit. 😉
„Erkenne deine 10 Körper“ ist seit Jahren eines meiner Lieblingssets im Kundalini Yoga. Bei diesem Set erzähle ich auch immer etwas zu jedem Körper. Aber wir müssen uns all das nicht merken. Wenn wir uns diesen Körpern öffnen, lernen wir sie zu spüren. So wie die Chakren, die Energiezentren unseres Körpers.
Die 10 Körper & wie du sie aktivieren kannst
Physischer Körper
Aktivierung: Yoga, Bewegung, Spazierengehen, Dehnen, Tanzen
Wenn du dich bewegst, fühlt er sich gesehen.
Die 3 Minds
Alle drei lassen sich sehr gut durch Meditationen ausgleichen
Negativer Mind
Aktivierung: Achtsamkeit, bewusstes Nein, Pausen
Er will Sicherheit, keine Panik.
Positiver Mind
Aktivierung: Dankbarkeit, Humor, Visionen, Fokusübungen
Er liebt Möglichkeiten. Und lässt sich leicht ablenken.
Neutraler Mind
Aktivierung: Meditation, Pranayama, Stille, aber auch Tönen, Chanten
Nicht reagieren – wahrnehmen.
Seelenkörper
Aktivierung: Spüren, Hände auflegen, Natur, Himmel
Weniger denken, mehr fühlen.
Bogenlinie
Aktivierung: klare Ausrichtung, Ehrlichkeit, Aufrichtung
Wenn Kopf und Herz im Einklang sind.
Aura-Körper
Aktivierung: bewusste Grenzen, Atem, Erdung
Nicht alles gehört zu dir. Ist es schwer? Fremd. Ist es leicht? Deins.
Subtilkörper
Aktivierung: Training und Wahrnehmung der Intuition, Geduld, Beobachtung
Nicht alles muss sofort.
Strahlenkörper
Aktivierung: Selbstannahme, Präsenz, Authentizität
Du musst niemandem etwas beweisen.
Du musst nicht alle 10 Körper gleichzeitig aktivieren. Manchmal reicht es, einem einzigen Aufmerksamkeit zu schenken – und die anderen folgen. Kundalini Yoga wirkt immer auf vielen Ebenen, auch auf die 10 Körper.
Welcher Körper benötigt gerade deine Aufmerksamkeit?
Hineinspüren.
Wahrnehmen.
Wenn du neugierig geworden bist, erfährst du bei mir im Live-Unterricht, wie Kundalini Yoga wirkt. Oder du willst KY erst einmal kennen lernen – dann wäre vielleicht der Jungle Root Flow – Grundlagenkurs etwas für dich. Schritt für Schritt. Ohne Druck.


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