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40 Tage Meditation – Welche inneren Prozesse wirklich starten

Warum eine 40 Tage Meditation alles in dir aufrütteln kann - Wenn der innere Heilungsprozess chaotisch wird


Frau in Meditation – 40 Tage Meditation und innerer Transformationsprozess

40 Tage Meditation klingt harmlos. Für manche ist die Vorstellung zu meditieren sogar langweilig. Manche möchten meditieren, um mehr in die Ruhe zu kommen.


Doch im Kundalini Yoga ist diese 40 Tage Challenge alles andere als langweilig und ruhig. Manche haben vielleicht Angst vor der Disziplin, die es benötigt - doch es geht nicht darum, irgendjemandem etwas zu beweisen, sondern etwas zu meistern.


Was passiert, wenn du dich wirklich 40 Tage lang täglich hinsetzt - mit derselben Praxis, demselben Mantra, derselben Absicht?

Es bleibt nicht bei Ruhe. Es beginnt ein Prozess.


Du bringst deinen Müll raus!


Das, was sich innerlich in dir gesammelt hat. Das, was bearbeitet werden will. Das, was sich zeigen und was sich auf-/lösen möchte.


Ein innerer Heilungsprozess, der leise starten kann – und plötzlich laut wird. Alte Muster melden sich. Das Ego startet einen Gegenangriff. Zweifel tauchen auf. Beziehungen reagieren. Emotionen, die lange geschlafen haben, wollen gesehen werden.


Und genau hier wird es interessant.

Denn 40 Tage Meditation sind keine Wellness-Challenge. Sie sind ein Versprechen an dich selbst:


Ich bringe meinen Müll raus!


Als ich das erste Mal in meiner Kundalini Yoga Ausbildung eine 40-Tage-Meditation startete, dachte ich: "Easy, kann ich!" Doch schon nach wenigen Tagen wurde klar: Das ist doch kein so ruhiger Spaziergang, wie ich dachte.

Es ist ein Spiegel, ein Verstärker, ein Katalysator.

Was zuerst tatsächlich einfach aussah, kann sich plötzlich anders anfühlen. Und dann meldet sich vielleicht die innere Stimme:


Muss ich das hier tun? Warum tue ich das? Es nervt mich! Es gibt ganz sicher schönere Dinge, als hier rumzusitzen und dieses blöde Mantra zu singen.


Als würde etwas in uns sagen: „Bist du sicher, dass du dich verändern willst?“ oder "Hey Stop! Ich will mich nicht verändern! Ich will, dass alles genau so bleibt, wie es ist!"


Und genau das ist der Punkt.


Hier beginnt der Heilungsprozess wirklich. Hier kann das Unterbewusstsein einmal entrümpelt werden von einem Thema, welches sich irgendwo im Keller oder Dachboden deines Systems versteckt hält.


Keep Up! Geh hindurch!


Gerade dann, wenn es schwieriger und unbequemer wird, bleib dabei.

Keep up! Halte durch!


Manchmal sind die ersten paar Tage ein Klacks. Es ist neu. Es ist toll. Es fühlt sich leicht an. Dann werden es 10 Tage und du wirst vielleicht nachlässig. Machst es nur noch halbherzig, kürzt vielleicht die Zeit von 11 auf 3 Minuten, weil du heute so einen langen, stressigen Tag hattest. Das ist okay. Hauptsache du setzt dich hin und machst weiter!


Was passiert wenn man einen Tag aussetzt oder vergisst?


Dann beginnst du von vorne. Aufgeben ist keine Option! Das klingt sehr streng, aber ich meine das liebevoll - zu meinen Schülern und auch zu mir selbst. Und das gilt auch während dem Yoga-Unterricht. Absetzen, kurz schütteln, tief durchatmen - aber dann wieder hinein in die Übung. Und so ist das auch mit der 40 Tage Meditation.


Mein Partner Marc und ich haben nun schon mehrere 40-Tage-Meditationen zusammen durchgeführt. Gerade dadurch wurde mir in den letzten zwei Jahren noch einmal mehr klar, dass diese Prozesse nicht nur meine eigenen sind. Auch andere gehen da durch. An einem Tag war es Marc, der total genervt atmete und am Liebsten aufgesprungen wäre. An einem anderen Tag war ich es, die einfach nur da saß und voller Aggressionen gar nicht wusste, wohin mit meiner Geduld. Das kann passieren. Emotionen kommen hoch, wollen gesehen und gefühlt werden, damit wir sie anschauen und fließen lassen.


In den über 15 Jahren, in denen ich diese 40 Tage Meditationen mache, habe ich mehr abgebrochen, als wirklich durchgezogen - da bin ich ehrlich. Manchmal war ich noch nicht so weit. Oder mein Ego war stärker als ich. Bin ich deshalb ein Versager? Nein - denn es ist kein Wettkampf. Es ist eine Chance. Du nutzt sie oder du nutzt sie nicht. Du gehst heute hindurch oder du verschiebst es. Ein anderes Mal habe ich eine Meditation tatsächlich 100 Tage durchgezogen.


Sei sanft zu dir!


Dein Ego oder innerer Saboteur kann dich sogar komplett vergessen lassen, dass du meditieren wolltest! Kein Witz - ich habe das schon oft erlebt. Marc und mir ist das am 11. Tag der aktuellen RaMaDaSa-Meditation passiert, die wir mit den Yogis&Yoginis gestartet haben. Wir haben die Meditation beide völlig vergessen - sie war wie aus unseren Köpfen gelöscht. Und erst 24 Stunden später fiel es Marc wieder ein.


So gewieft und fies, kann dein innerer Widerstand werden, ohne dass du etwas dafür kannst. Und was tun wir dann? Von vorne beginnen mit Tag eins.

Nun sind wir bei Tag 10, andere YogiNis sind schon bei Tag 20.

Gerade in einer Gruppe ist das interessant, sich darüber auszutauschen durch welche Prozesse wir gehen. Deshalb starten wir damit immer mal gemeinsam zu bestimmten Zeiten. Aber jeder steigt dann ein, wenn es für ihn selbst passt.


Warum 40 Tage?


Dieser Zeitraum gilt als Übergang dafür, durch Wiederholung alte Gewohnheiten zu durchbrechen, neue neuronale Verbindungen zu festigen und ein neues Muster im Unterbewusstsein zu festigen.


Es ist also eine Phase der Reinigung, Prüfung und inneren Neuorientierung.


Du kannst es auf alles anwenden - nicht nur Meditation. Auch Ernährungsweisen und andere Gewohnheiten. Mach sie 40 Tage und du wirst sehen, was sich verändert. Es wird zu deinem neuen "Normal".


Ich liebe es solche Meditationen zu Musik zu machen. Für Ramadasa gibt es bereits viele wundervolle, sanfte Interpretationen. Doch mir war nach etwas Tieferem - nach mehr Chanten als Singen. Also habe ich mein eigenes Musikstück produziert.


Eine Beziehung - ob zu einem Partner, zur Familie, zu Freunden oder zu dir selbst - verläuft nicht immer "linear". Genauso wenig wie ein Heilungsprozess.


Manchmal ist da Harmonie, manchmal Reibung.

Manchmal Stille. Manchmal Sturm.


Manchmal fließt alles - und manchmal fühlt es sich an, als würde alles auseinanderbrechen.


All diese Energien habe ich in meine beiden RAMADASA-Versionen gelegt, die du in meinem SoulShop findest.


Die erste ist etwas leichter, sanfter, getragen von verschiedenen Herzrhythmen.

Die zweite ist intensiver, kraftvoller - ich nenne sie liebevoll meine "ADHS-Version". Ich mag dieses scheinbare Chaos von Tönen und Rhythmen, das sich am Ende zu einer tragenden Melodie vereint.


Beide erzählen davon, dass Chaos kein Fehler ist - sondern Übergang.


Denn wenn wir lernen, inmitten des Chaos unseren eigenen Rhythmus zu halten, unsere Mitte zu bewahren und ruhig zu bleiben, entsteht echte Erdung.


Wenn wir atmen, obwohl es eng wird.

Wenn wir bleiben, obwohl es wackelt - dann beginnt Vertrauen.



Mein Leitsatz begleitet mich schon lange:


TRUST THE PROCESS - vertraue dem Prozess


Nicht, weil es immer leicht ist.

Sondern weil es wahr ist.


Und wenn sich in dir gerade etwas bewegt,

etwas löst,

etwas laut wird.


dann atme.



Und vergiss nicht:

Bring deinen Müll raus.






Wenn du diesen Prozess nicht alleine gehen möchtest -


ich bin da.


Du findest meine Ramadasa-Meditationen im SoulShop und alle aktuellen Kurse hier:





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