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Wenn die innere Sicherheit bröckelt - Wie du Halt in dir selbst findest

Aktualisiert: 21. Feb.

Klangschalten auf Holzboden

Im Zeitalter der Information sind die meisten geistig übergewichtig.

Viel aufgenommen. Nichts verdaut. Alles gespeichert.


Nicht nur ungesunde Ernährung überlastet unser System. Auch aufgenommene Informationen wollen verdaut werden.

Reize brauchen Zeit. Wahrheit braucht Integration.

Zu viele Eindrücke überfordern das Nervensystem. Zu viel Stress bleibt ungewürdigt. Und oft fehlt uns die Zeit, wirklich wahrzunehmen, was all das mit uns macht.


Die letzten Jahre waren für viele emotional und mental extrem anstrengend - ganz gleich was man geglaubt oder gedacht hat.


Die Welt wirkt traumatisiert.


Und das Schwierige daran ist: Viele erkennen dieses Trauma nicht oder lassen es nicht zu. Doch erst wenn wir es tatsächlich ansehen, uns dem stellen, was das alles mit uns gemacht hat, hört es auf uns im Inneren zu blockieren.


Gleichzeitig rollt ein neuer Sturm heran. Informationen überlagern sich, Medien Highlighten Sensationen, Menschen überhitzen - und wieder bleibt kaum Raum, das zu verarbeiten was in uns längst wartet.


Was passiert mit uns in Zeiten von Informationsüberfluss?


Wenn wir Dinge erfahren, die uns völlig verwirren oder aus der Bahn werfen?

Wenn Angst entsteht oder Fragen zurückbleiben?


Wem sollen wir glauben?

Wem können wir noch vertrauen?

Uns selbst?

Sicherlich hast du dir die ein oder andere Frage bereits gestellt.


Es gibt Zeiten, in denen Informationen uns nicht klüger machen - sondern innerlich erschüttern und überfordern. Zeiten, in denen das, woran wir geglaubt haben, Risse bekommt. Nicht nur im Außen – sondern auch in uns.


Wenn innere Sicherheiten bröckeln, reagiert nicht nur unser Verstand. Unser Nervensystem sucht Halt. Der Körper spannt sich an. Gedanken kreisen.

Gefühle werden intensiver - oder dumpf.


Woran hält man sich fest, wenn alles ins Wanken gerät?


Innere Sicherheit bedeutet nicht, alles zu wissen. Sie entsteht nicht durch neue Informationen oder endgültige Antworten. Innere Sicherheit entsteht dort, wo wir bei uns bleiben - auch wenn das Außen verwirrend ist.


Viele Menschen versuchen in solchen Phasen, noch mehr zu verstehen. Noch mehr zu lesen. Noch mehr einzuordnen.

Doch der Körper braucht zwischendurch etwas anderes: Regulation. Präsenz. Erdung.


Für mich ist das Kundalini Yoga.


Doch innere Sicherheit wächst auch, wenn wir:


  • unseren Atem wieder spüren

  • den Körper bewusst wahrnehmen

  • Gefühle zulassen, ohne sie sofort einordnen zu müssen

  • Pausen zwischen Reizen schaffen


Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich zeitweise zurückzunehmen. Das ist Selbstfürsorge. Und im Yoga setzen wir gezielte Pausen zwischen den Übungen. Damit der Körper integrieren kann, was er verarbeitet und in ihm geschieht.


Du muss nichts sofort verarbeiten, was du liest.

Du musst nicht wissen, was wahr ist – oder was noch kommt.

Es reicht, jetzt bei dir zu bleiben.


Manche Antworten entstehen nicht im Denken, sondern im Spüren. Manche Klarheit kommt nicht durch Erkenntnis, sondern durch Ruhe.


Wenn deine innere Sicherheit bröckelt, darfst du dich neu ausrichten. Nicht an äußeren Erzählungen – sondern an dem, was dich innerlich trägt.


Dein Atem. Dein Körper. Dein Herz.

Dort beginnt Halt.


Und dann ist da das Gefühl.


Was leitet dich gerade - Angst oder Intuition? Beide sind keine Gegenspieler, aber es ist wichtig sie unterscheiden zu lernen. Wenn du eine schockierende Nachricht liest, die dich aus der Fassung bringt, horche in dich hinein.

Ist da Angst? Das ist verständlich.


Und dann frage dich:

Was sagt meine Intuition?


Bleib bei tiefer und langer Atmung.

Einatmen.

Ausatmen.


Versuche nicht diese Emotionen zu verdrängen.

Wenn Panik auftaucht, erkenne sie an:

Ich bin gerade überfordert.

Das macht mir Angst.


Diese Emotionen wollen gesehen werden. Denn sie sind da – und sie wirken auf dein Nervensystem.


Als ich in 2020 selbst den Halt verlor und wirklich an gar nichts mehr glaubte, setzte ich sogar das Unterrichten von Yoga aus.

Überall las ich: "Komm in deine Mitte. Finde deine Mitte! Bleib in deiner Mitte!" Ja, wie das denn? Ich drehte innerlich total durch! All meine Techniken zweifelte ich an - ich konnte mich nicht mehr damit beschäftigen was richtig und was falsch war.


Wer mein Hör-/Buch Spirituelle Vollmeise kennt erinnert sich vielleicht an die Geschichte mit der Trommel. Als mir am World-Culture-Festival in 2013 ein Afrikaner die Trommel geschenkt hatte, um meine Ängste zu beseitigen.

Ich begann also wieder zu trommeln.

Doch innerlich war ich noch weit davon entfernt, meine Mitte zu finden.

Meine innere Stimme erinnerte mich daran, dass Klang ein Weg sein könnte. Anahata ist der Name für das Herzchakra und bedeutet genau das: Klang.

Das führte mich zu meiner ersten Kristallklangschale. Kurz drauf auch zu einer Rav-Drum. Dieses Instrument vereint Klang und Trommeln.


Klang und Trommeln wurde mein Anker.

Klang ist Schwingung. Trommeln erdet. All das balanciert unsere Mitte.


Vielleicht ist es bei dir etwas anders. Ein Instrument oder Gesang. Bewegung oder Atem.

Alles, was sich für dich stimmig anführt, kann dich unterstützen, deine Mitte zu finden - und zu halten.


Und vielleicht trägt dich auch dieser Gedanke:

Wenn etwas bröckelt, kann Licht eintreten. Erkenntnis. Neue Sichtweisen.


Vielleicht ist jetzt ein guter Moment, den Körper mitzunehmen – durch Atem, Bewegung oder Klang.


Was aktuell viele überfordern kann, sind nicht nur all die Informationen und Nachrichten, sondern das Gefühl der Angst.


Angst ist wie ein Lagerfeuer.

Sie kann wärmen oder verbrennen - je nachdem, wie wir ihr begegnen.


Wenn du magst, lade ich dich ein, dieser Angst nicht auszuweichen, sondern ihr in einem geschützten Raum zu begegnen.


Ich habe eine geführte Meditation aufgenommen, die dich dabei unterstützen kann, die Angst wahrzunehmen, zu halten und zu verwandeln - und ihr erlaubt, sich zu verändern.



Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest, in deiner Mitte zu bleiben und sie zu halten. Und natürlich freue ich mich, wenn ich dich dabei begleiten darf. Denn ich war da selbst mal und weiß, dass es Wege aus der Dunkelheit gibt.


Gib nicht auf. Keep up!

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