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Warum sich Nashville wie Zuhause angefühlt hat, obwohl ich noch nie dort war

Nashville City

Eigentlich wollte ich einen Reisebericht schreiben. Mit Bildern, Erlebnissen, den Orten - einfach alles in Worte fassen. Ich hab drei Mal angefangen.


Und jedes Mal gemerkt: darum geht es gar nicht.


Es ist Juni 2026 und ich sitze seit einer Stunde vor diesem Dokument und versuche zu erklären, was in Nashville passiert ist.

Was mir am ehesten einfällt: Es war keine Reise. Es war eine Erinnerung. An mich.


Das klingt jetzt vielleicht spirituell oder coachmäßig. Aber ich meine das wirklich konkret.


Wir haben zu wenig geschlafen. Ich hab schon wieder Fastfood gegessen, obwohl ich wusste, dass das nicht förderlich für meinen Körper ist. Es gab Menschen, bei denen ich sofort wusste: die gehören in mein Leben.

Und andere, bei denen ich genauso schnell wusste: wir gehen einfach sehr unterschiedlich durch die Welt. Menschen, bei denen ich einmal mehr durchatmen musste, um nicht laut schreiend durch Nashville zu rennen.


Früher hätte mich genau das noch beschäftigt — so ein Verhalten, meine ich. Heute kaum noch. Kannst du dir vorstellen, dass ich gerade selbst nochmal realisiere, was das eigentlich bedeutet? Wie viel Energie ich da früher reingesteckt habe?


Costa Rica hat mich zurück zu mir geführt. Das war die Reifeprüfung, wie ich es im Newsletter geschrieben hab — dort hab ich wieder gespürt, was mir wichtig ist.

Ruhe. Natur. Vertrauen. Weite.

Aber auch der Meltdown meines Nervensystems. Und nicht zu vergessen die Schlaglöcher in den Straßen, die sinnbildlich für Marcs und meine Beziehungsprobleme standen.

Doch wir haben in dieser Zeit beide eine weite Reise gemacht. Zu uns selbst, als Individuum (Was will ich? Will ich DAS? Will ich diesen Menschen? Will ich diese Probleme?) und zu uns selbst als Paar.


Wie man sehen kann an unseren SocialMedia Posts: Wir haben die Schlaglöcher überwundern. Nur der Leihwagen nicht.


Nashville hat etwas anderes getan. Schwerer zu benennen.


Als wir bei den Root-Gründern zuhause, im Restaurant oder im Headquarter saßen, gemeinsam Yoga gemacht haben, über Gesundheit und Visionen und das Leben geredet haben — ist mir immer wieder derselbe Gedanke gekommen: Ich kann hier sein wer ich bin. Hier werde ich akzeptiert und geschätzt wer ich bin. Ich muss mich nicht verstellen, kann frei über meine Gedanken sprechen. Ich stell Fragen, die unbequem sind, und niemand wird komisch. Ich bin begeistert von Dingen, ohne mich dafür zu rechtfertigen.

All das geht. Und seit wir in New York zwischengelandet waren und hier in Nashville angekommen sind, fühle ich mich zuhause. Angekommen und angenommen.


Vielleicht suchen wir tatsächlich unser ganzes Leben nach einem Ort. Dabei suchen wir nach einem Gefühl. Dem Gefühl, ankommen zu dürfen — so wie man ist, nicht wie man sein sollte.


Authentizität ist aktuell fast wie ein Modewort. Aber es nutzt sich nicht ab. Genauso wenig wie der Satz "Ich liebe dich". Sowas nutzt sich nicht ab - es ist Beständigkeit. Ausdruck. Authentisch zu sein ist keine Mode, sondern der einzige Weg, wie wir eine ehrliche Welt erschaffen können. Statt KI-Models und Intrigen.


In den nächsten 60 Tagen nehm ich dich mit. Nicht zum Stadtplan von Nashville. Sondern zu den Momenten, Gedanken und Gesprächen, die diese Woche zu etwas gemacht haben, das ich wahrscheinlich nicht mehr vergesse.


Ob du dich in einer der Geschichten wiederfindest — ich wette, du wirst.


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